Wesel
Geusenbecher
Andere Schauplätze und Museen: Niederländische Exulanten

Geusenfriedhof Köln

Im Jahr 1576 angelegt, war der Geusenfriedhof bis 1829 die ausschließliche Begräbnisstätte der Protestanten in Köln.
Eine katholische Adelige hatte ein Grundstück vor dem Weyertor gestiftet, auf dem Protestanten nach damaliger Vorschrift außerhalb der Stadtmauern beerdigt werden konnten.
Da die Mehrheit der kleinen evangelischen Gemeinden in Köln damals vom Niederrhein (Wesel), aus den spanischen Niederlanden oder der Wallonie (Hugenotten) kam, gab es entsprechend eine französische, einen niederländische und eine deutschreformierte Gemeinde. Der Friedhof wurde Geusenfriedhof genannt, abgeleitet vom französischen Wort: gueux, Bettler, als Schmähwort und später als Ehrenbezeichnung für die niederländischen Freiheitskämpfer für Glaubens- und Gewissensfreiheit zur Zeit Philipps II.
Die Grabsteine der ersten Phase sind bescheiden und bewusst ohne Kreuz gestaltet (anders als bei Katholiken). Die liegenden Grabplatten aus späterer Zeit sind mit Wappen, Ornamenten und Bibelsprüchen reich geschmückt worden und zeugen vom Wohlstand der 'Geusen'. Da die Flüchtlinge im Stadtgebiet keine Häuser erwerben durften, siedelten sie sich jenseits des Rheins in Mülheim an, welches damals wie Wesel zum Herzogtum Kleve, Jülich, Berg gehörte und reich wurde.

Der Geusenfriedhof ist bei gutem Wetter werktags von 9 bis 19 Uhr geöffnet, sonntags von 10 bis 17 Uhr.

Geusenfriedhof
Kerpener Straße
50937 Köln
Ansprechpartner: Buddeberg, Bernhard
Telefon: 0221-4470609
Telefax:
E-Mail: bernbud@web.de
Internet:
Foto Dietrich Hackenberg