Mayflower

www.migrationsroute.nrw.de

„Mayflower“ ist der Name des legendären Seglers, mit dem die so genannten Pilgrim Fathers (Pilgerväter) von Mittelengland nach Amerika fuhren, um dort ein Leben nach ihren Vorstellungen zu führen. Sie gehörten einer radikalen Richtung des englischen Puritanismus an, die sich vollends von der Church of England lossagte und eine absolute Gemeindeautonomie einforderte. Zunächst bildete das liberale Holland einen Anlaufpunkt für die Puritaner. 1620 segelte etwa die Hälfte der englischen Exilanten in Holland nach Southampton und schloss sich mit einer größeren Gruppe religiöser Separatisten an Bord der Mayflower zusammen. Im selben Jahr brachen sie mit 102 Passagieren nach Amerika auf. Sie wollten sich in einem Gebiet namens Nord Virginia in der Nähe des Hudson River ansiedeln, gingen aber nach 2 Monaten zuerst bei Cape Cod in der Nähe des heutigen Provincetown vor Anker. Dort gaben sich die Pilgerväter eine Satzung, nach der sie sich als eine sich selbst regierende Gemeinschaft definierten. Als sie feststellen mussten, dass der sandige Boden bei Provincetown sie nicht ernähren konnte, zogen sie auf die andere Seite der Bucht von Cape Cod, in die Nähe des heutigen Plymouth (Massachusetts) weiter.