Nordrhein-Westfalen
Vorschlag

Erinnerungsort

Objekt: Straßenbenennung - Ein französischer Emigrant als Ehrenbürger der Stadt

Adresse: Hardystraße, 48231 Warendorf

Migrationsereignis

Kurzbeschreibung: Adelige und geistliche Emigranten fliehen vor der französischen Revolution ins Münsterland.

Zeitraum: 1792-1846

Beschreibung: Wir Magistrat und Stadtverordnete der Stadt Warendorf ertheilen [...] dem Hochwürdigen Herrn Peter Hardy
geboren zu Renneville im Bisthum Rouen [...] in Folge seiner Glaubenstreue aus seinem Vaterlande verbannt im Jahre 1792 und Schutz-Verwandter unserer Stadt Warendorf seit dem August 1796, wegen Seines exemplarischen Wandels, Seiner Nächstenliebe [...] das Ehrenbürgerrecht unserer Stadt [...] 6. August des Jahres 1846.

68 Franzosen leben 1797 in Warendorf. Geflohen vor den Verfolgungen während der französischen Revolution genießen sie hier für einige Jahre Gastfreundschaft. Die meisten kehren in ihre Heimat zurück, nur Pierre Barthelemy Hardy aus der Diözöse Rouen bleibt bis zu seinem Lebensende in dem westfälischen Städtchen und tut Dienst in der Kirche St. Laurentius. Nach 50jähriger Tätigkeit ernennt der Magistrat ihn zum Ehrenbürger der Stadt. In der Ernennungsurkunde wird der Emigrant nicht mehr unter seinem französischem Vornamen Pierre, sondern als Peter Hardy geführt. Noch Hundert Jahre später erinnern sich die Warendorfer des Emigranten und benennen Ende der 1950er Jahre eine neu gebaute Straße im Osten der Stadt nach ihm.

Vorschlagende / Vorschlagender

Name: Dr. Mark Steinert, Leiter Kreisarchiv Warendorf